Licht in stromlose Garage einbauen

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blahwas
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Licht in stromlose Garage einbauen

#1 Beitrag von blahwas »

Die wahrscheinlich freudigste Nachricht 2025 war für mich, dass ich eine Garage direkt an meiner Wohnung gefunden habe. Da können meine drei Motorräder, mein Werkzeug, und vielleicht noch diverse Teile und mein Fahrrad sicher und bequem erreichbar. Das ist ist gut. Jedoch! Gibt's da nur 3 Wände, ein Tor und eine Decke, aber weder Licht noch Strom, und nachts ist es dunkel - besonders drinnen. Licht musste also her. Ein Kabel vom Haus zur Garage ziehen scheidet aus, ich wohne hier zur Miete.

Erster Versuch: Eine Außenbeleuchtung mit Solarpanel, integriertem LED-Scheinwerfer und Bewegungsmelder.

Bild

5 Meter Kabel sind nett! Ich finde eine Lücke in der Mauer, durch die das Kabel passt (ohne Stecker), montiere das Solarpanel auf eine kleines Holzstück und stelle es aufs Garagendach. Das Holzstück hindert das Solarpanel am Umfallen, und das Kabel am Verlorengehen durch Wind. Allerdings kommt nicht genug Licht aufs Solarpanel, und so bleibt es bald dunkel in der Garage. 10 Euro Lehrgeld, bzw. finde ich später sicher noch eine Verwendung dafür.

Zweiter Versuch: eine geladene Autobatterie als Stromquelle für 12 V Deckenlampen aus dem Caravan- und Möbelbau. Die Autobatterie sollte ausreichend Strom drin haben, dass ich sie nicht ständig nachladen muss. Nachladen könnte ich bei Bedarf in der Wohnung oder auf dem Balkon. Wenn es nervt, ist ein Upgrade möglich auf Bus-, LKW- oder Flugzeug-Batterie. Beschaffung: In der Nähe meiner Wohnung gibt's eine Tankstelle mit Miniwerkstatt, da frage ich höflich nach einer alten Autobatterie. Autobatterien dienen vor allem zum Start des Motors, und dafür müssen sie einen hohen Strom in kurzer Zeit leisten können. Wenn sie das nicht mehr können, werden sie ausgemustert, sind aber für meine Anwendung noch völlig ausreichend. Die Werkstattmeister hat einen Stapel davon, erklärt mir, dass er 8,50 Euro Pfand für die ordnungsgemäße Entsorgung bekommt, und so bekomme ich für 10 Euro seine Lieblingsbatterie, die er eigentlich immer als Starthilfe für schwache PKW nimmt. Einen eher anstrengenden Fußweg (15 kg Batterie) später habe ich also meine Stromquelle.

Die Deckenleuchten kommen vom Onlineversand großkapitalistischer Natur und hören auf den griffigen Namen "URAQT 12 V LED-Innenlichtleiste, 80 LEDs, 1600 lm, 8 W Gleichstrom, 12 Volt, LED-Lichtstreifen mit An-/Aus-Schalter mit 2 Verlängerungskabeln für Wohnmobil, LKW, Van, Wohnmobil, Anhänger", und für 18 Euro bekommt man vier Stück davon.

Bild

Die längliche Bauform und freie Platzierung der Montageclips entlang der Leuchten vereinfachen die Montage, weil ich mich an bestehenden Löchern und Ritzen orientieren kann. Die vier Lampen platziere ich an der Decke der Garage: Zwei in gegenüberliegenden Ecken, und zwei versetzt eher in der Mitte. Die vorderste Leuchte wird also vom Garagentor verdeckt, und da kommt dann der An-/Aus-Schalter jeder einzelnen Leuchte ins Spiel: Die lasse ich einfach ausgeschaltet, wenn ich nicht gerade mit (nahezu) geschlossenem Garagentor arbeiten möchte. So sind beim normalen Schraubenabend drei Lampen in Betrieb, oder wenn ich eben ein Fahrzeug rein oder raus hole.

Kurze Stromrechnung: 8 Watt an 12 Volt sind 0,667 Ampere, und wenn die verwendete Autobatterie 60 Amperestunden Strom speichert, dann reicht sie also für 90 Stunden Licht. Da sich die 8 Watt auf eine Leuchte beziehen, habe ich mit drei Leuchten also für 30 Stunden Licht. Das klingt in Ordnung.

Zur Verkabelung braucht man immer mehr Kabel als man denkt. 6 Meter an der langen Seite, 2,50 Meter Höhe, 2,50 Meter Breite. Theorie: Ich brauche 1x Länge + 2x Breite + 1x Höhe, also 13,5 Meter. Verpackungseinheiten sind 10, 15, 20, 30 Meter. Ich kaufe ich lieber etwas mehr, und so lande ich bei "30 Meter Elektrodraht Schwarz Rot 22AWG 2 Adrig Elektrischer Draht Kabel Zwillingslitze Verzinnter Kupferdraht Flexibler PVC Kabel fü Led Streifen Verlängerungskabel und Elektronik" - 12 Euro. "Elektrokabel ist 2pin-22AWG, spannungsbereich ist 5–24 V, drahtdurchmesser: 0,3 mm²". Ich sag's gleich hier, 0,3 mm² Drahtdurchmesser sind eher knapp, es wird zwar mit 5 Ampere Belastbarkeit im Kabelkanal angegeben, und ich werde nur 2,7 Ampere nutzen, aber es ist aber schon eher schwer zu verarbeiten, weil es so dünn ist. Dafür mit 10 Euro für 30 Meter günstig, und die Reste werden ja nicht schlecht - für die Montage z.B. von Heizgriffe sind sie aber eher zu dünn.

Ich habe erst die Lampen an die Decke montiert, und danach alles verkabelt. Dabei musste ich viel überm Kopf arbeiten, und ich bin zwar 1,90 groß und komme da auch hin, aber doch sehr gestreckt, und ich war zu faul oder stolz, die Leiter zu holen. Man kann sich das Leben einfacher machen, wenn man erst die Kabel an die Leuchten montiert und sie dann an die Decke montiert. Ich habe die Batterie direkt links am Garagentor platziert, das Kabel nach oben geführt, und dann an der Wand entlang nach hinten geführt. Einen Verteiler habe ich auf halber Länge montiert, wo ich dann zu den vier Leuchten abzweige. Schaltplan:

Bild

Verteiler und Kabelkanal gibt's im Baumarkt für überraschend wenig Geld. Zum Verbinden der Kabel habe ich die guten Wago-Klemmen verwendet, weil ich über Kopfhöhe weder löten noch schmelzen wollte. Da ich den dünnsten Kabelkanaltyp verwendet habe, musste ich Wago-Durchgangsverbinder versetzt montieren, weil zwei davon nicht nebeneinander in den Kabelkanal passen. Ein Stück Kabelkanal L x B x H: 2 m x 15 mm x 15 mm kostet bei Bauhaus 1,19 Euro, da gibt's keine Entschuldigung für baumelnde Kabel und keinen Grund, Kabelschellen in die bröselige Wand zu nageln. Und auch davon braucht man mehr als man denkt, aber die werden ja nicht schlecht.

Apropos Wand: Meine Garage besteht aus großen Steinen von offenporigem Beton, ein paar soliden Querträgern und von oben eingesetzt Steinen. Es gibt also zahlreiche Löcher und Ritzen, wo man sehr leichte Objekte (wie LED-Leuchten und Kabelkanäle) einfach mit zwei Holzschrauben befestigen kann. Vorne am Garagentor waren bereits Löcher mit Dübeln vorhanden, die ich einfach weiternutzen konnte. Ein Sortiment Holzschrauben zu besitzen hilft. LED-Leuchten und Kabelkanäle kommen teilweise mit Klebestreifen, das hat in dieser Garage aber keine 2 Minuten gehalten.

Zur Verbindung des Kabels an der Batterie braucht man Polklemmen. Ich finde ein Exemplar zum Klemmen, das man also ohne Werkzeug anbringen und entfernen kann.

Bild

Meine ursprüngliche Idee war, diese wie einen Schalter zu benutzen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ein Schalter in bequemer Höhe die deutlich bessere Lösung ist. Also habe ich mir im Baumarkt einen Schalter gesucht, und bin dann etwas kreativ geworden, weil ich nicht in die Wand bohren wollte. So wurde es ein Schnurzwischenschalter, den ich auf dem Kabelkanal festgeschraubt habe.

Bild

Natürlich braucht jede elektrische Anlage eine Sicherung. Ich habe von diversen Heizgriffsets noch Sicherungshalter übrig und bestücke ihn mit 5 Ampere.

Da die Batterie am Boden etwas einsam aussieht, spendiere ihr noch einen Sockel. Dazu eignet sich der Normziegelstein aus dem Aprilia Factory-Werkszubehör (ohne ABE!), den ich sonst zum Ausbau des Vorderrads verwende, indem ich ihn an der dafür vorgesehenen Stelle am Unterfahrschutz einklemme.

Bild

So, fertig? Fertig! Es leuchtet! Es ist richtig hell von oben, das Licht ist schön diffus und durch die weißen Wände sieht man durchaus auch seitlich am Motorrad, was man da gerade schraubt, ohne sich selbst ständig Schatten zu werfen. Natürlich gibt es immer Winkel und Nischen am Motorrad, in die kein Licht fällt. Mein häufigster Anwendungsfall für die Beleuchtung ist im Moment "Fahrrad rein" und "Fahrrad raus", was je unter eine Minute dauert. Da hält die Batterie lang, aber da lohnt der Griff zum Schalter kaum, außer wenn man dann doch mal auf irgendwas drauf getreten ist.

Bild

Nächste Eskalationsstufe ist also eine Automatik: Tor auf -> Licht an. Dafür bieten sich Näherungssensoren an. Das sind Schalter ohne Mechanik, die Metall vor dem Sensor erkennen. Das Garagentor ist aus Metall, und am Ende der oberen Schiene gibt es (zufällig?) eine passende Halterung. Die Schalter vertragen allerdings nicht viel Strom, also ist ein Relais nötig. Und ein zweiter Schalter, um die Automatik abzuschalten - oder ich klemme dann die Batterie dann ab.

Bild

Aber das ist was für die Zukunft...

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SiRoBo
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#2 Beitrag von SiRoBo »

Vor so einem Problem stand ich auch: Gemietete Einzelgarage 60 m vom Haus entfernt über die Straße drüber. Die Nachbarn haben teilweise Solarpanelchen drauf für das elektrische Tor, arbeiten tut dort außer mir aber fast keiner in der Garagenreihe bei Dunkelheit.

Nachdem ich von einem Picks-Raus-Akku-Bauscheinwerfer mäßig begeistert war (Akkulaufzeit, kein Akkutausch möglich und lange Ladezeit), bin ich dann auf eine Makita Akkulampe DML816 gegangen. Habe ohnehin 2 Akkus für den Akkuschrauber sowie Bohrhammer und Laden geht schneller als mit Licht verbrauchen. Ok, ist nur eine Lampe. Aber die kann ich überall hinhängen oder -stellen. Dazu noch der „Diffusor“ vor der Lampe für verteilteres Licht. Mir taugt es.
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#3 Beitrag von roman-p »

Mann o Mann, liest sich fast so spannend wie deine Reiseberichte...
Da die Garage direkt neben deinem Wohnhaus steht wäre bestimmt ein nettes Gespräch mit deinem Vermieter erfolgreich und eine 3x 1,5er Strippe zu legen, evtl. mit Zwischenzähler sollte kein Hexenwerk sein...
DU schaffst das...
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Tornanti
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#4 Beitrag von Tornanti »

Weiße Wand- und Deckenfarbe sowie Spiegel können helfen, das vorhandene Licht effizienter zu nutzen.
Bisherige Zweiräder seit 1982: Simson S50, Simson S51, MZ ES 250, MZ ETZ 250, Yamaha XJ900S 1998-2018 (112.000km), Kawasaki Versys 1000 (Bj. 2018), Gesamtkilometer jenseits der 200.000.

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#5 Beitrag von Michael_1969 »

Ein Krimi ist nix dagegen... 8-)
Michael
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Ralf_LE
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#6 Beitrag von Ralf_LE »

Sehr gut umgesetzt,der Tip mit den Lampen ist gut.
Ich hab wohl noch bis nächsten Sommer Strom in der Garage,dann muss ich da ran.
Batteriefrage ist ja geklärt,mal sehen welche Variante sich besser bewährt, Autobatterie oder Powerstation.
Gruß
Ralf
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#7 Beitrag von Kurvenparker »

Das erinnert an vergangene Zeiten, wo lediglich in einer Großgarage einzelne Metallgitterparzellen
zur Verfügung standen. Autobatterie schleppen war mir damals zu weit weg,
die LED Technik war auch noch nicht so verbreitet.
Also eine bessere Taschenlampe mit Magnetfuß verwendet, die sich mittels Kabel laden ließ.
Da waren die Schrauberzeiten deutlich eingeschränkt....

Da kann man über eine eigene Garage froh sein.
Gruß Andreas

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edieagle
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#8 Beitrag von edieagle »

Ich hatte auch keinen Strom in der Garage.
Lösung 5-Adriges Erdkabel vom Haus raus, Versorgung vom Schaltschrank im Keller im Haus, in der Garage eine "Walbox" mit verschiedenen Steckern. :)
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20250822_133452[1].jpg
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Gruß aus dem Tullnerfeld von Edi :coffee:

Krümel
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#9 Beitrag von Krümel »

für die die 12V nutzen möchten/müssen es gibt im Campingbereich so eine Art Brennstoffzellensystem nennt sich jedefalls so arbeitet aber mit einer Flüssigkeit

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nexiagsi16v
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#10 Beitrag von nexiagsi16v »

Eigentlich will ich garnicht schreiben, weil ich bestimmt ausgebuht werde. Aber ich hätte die 4 Lampen im Winkel von Decke und Wand gebaut. Kleine 90° Winkel die man biegen kann wie man es braucht und die Lampe mit Kabelbinder oder so dran.
Da wo dein Schalter ist, mach mal den Schachteingang bissel größer/weiter nach oben. Das Kabel scheuert sich an der scharfen Kante mit der Zeit durch, weil es sich bei Benutzung des Schalters bewegt. An die Sicherung gedacht. :top:

Die Batterie hätte ich nicht genau an den Eingang gestellt. Vorallem im Winter wird es kalt und das geht auf die Kapazität und im Sommer bretzel die Sonne evtl. drauf.

Mußt darauf achten, das du die nicht immer bis zum Ende entlädst. Ich würde die 1x richtig vollladen und dann bissel schauen, wieviel Stunden du die nutzen kannst. Also immer wenn du schraubst, bissel auf die Uhr schauen. Geht das Licht aus, mal die Stunden grob zusammen rechnen. Dabei auch die Spannung messen, was die Batterie noch hat. Denke mal alles unter 11,5V geht in Richtung tiefenentladen. Die LED´s kommen wahrscheinlich mit weniger als 11,5V aus und würden die Batterie dann halt richtig leer ziehen. Ansonsten so einen 10€ Batteriewächter mit dran schrauben.

Deine Lichtautomatik ist eine coole Idee. Ich würde da aber mit einem mechanischen Endanschlagsschalter arbeiten...oder wie die heißen. Die gibt es Federgelager und mit einer Rolle vorne dran usw... Den würde ich dann in die Schiene wo das Tor mit der Rollen drin läuft packen, sodass die Rolle den Schalter auslöste, wenn es ganz offen ist.
Deine Sensorenlösung bedeutet Dauerstromverbrauch. Diese Endanlagenschalter können oft auch über 5A schalten. Sprich du kann den parallel zu deinem Lichtschalter verbauen, ohne Relais usw.... Wichtig ist halt parallel, weil du sonst immer das Tor offen haben mußt, wenn du Licht willst. So kannst du es auch schließen und dann per normalen Schalter das Licht an machen.

Tschau Norman
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blahwas
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#11 Beitrag von blahwas »

nexiagsi16v hat geschrieben: 20. Dez 2025 18:39 Eigentlich will ich garnicht schreiben, weil ich bestimmt ausgebuht werde.
Buuuh! ;) Ne, ernsthaft, danke für die Hinweise, da ist viel nützliches für mich dabei. Ich wollte "schnell und Hauptsache fertig", aber jetzt ist doch der Ehrgeiz geweckt, es richtig gut zu machen. Und deine Tipps haben Hand und Fuß. Ich habe auch noch eine breitere Arbeitsplatte im Auge, die an der Rückwand von Seitenwand zu Seitenwand reichen soll. Da wird der Zuschnitt aber nicht so einfach, weil die Rückwand nicht im 90° Winkel ist...

@Tornanti
Auch weißere Wände, angestrichen (da fehlt Putz!), verkleidet, oder gar tapeziert habe ich überlegt. Andererseits hat die Garage keine Lüftung, ist aber trotzdem weder feucht noch stickig. Da sind die Poren im Beton wohl als Lüftung gedacht.

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#12 Beitrag von Tornanti »

Ein atmungsaktiver Anstrich mit Schlämmkreide wäre eine Option.
Habe ich in meinem Keller so gemacht, zusätzlich zum 230V-Licht.
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#13 Beitrag von roman-p »

Lieber Johannes, ist denn dein Vermieter unansprechbar? Ich denke, erst wenn die einfachste Möglichkeit, nämlich eine 1,5er Strippe mit Zwischenzähler zu legen (Erdkabel), nicht realisierbar ist, sollten komplizierte Lösungen angewendet werden...
Vielleicht haste Glück, zu Weihnachten sind die Menschen besonders empfänglich...meistens...
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#14 Beitrag von Highway Opa »

Hallo,
noch am Rande:
Richtig hell im Raum wird's, trotz kleineren Lichtquellen , durch Weisskalk- Anstrich.
Und ist auch sauber, feuchteregulierend und sehr preiswert.
(Da kostet die erforderliche Bürste mehr als Sack Kalk, der sonst fürs ganze Haus reicht)
Allerdings die notwendige (uralte) Vorgehensweise mit dem stark alkalischen Material sollte man schon beherrschen ...
LG
ND wird immer der KI sicher überlegen sein!

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#15 Beitrag von nexiagsi16v »

Von Wand zu Wand würde ich keine Platte machen. Denn überlege mal, wann brauchst du wirklich so eine lange Werkbank? Links würde ich ein Hochregal (am besten Schwerlastregal) setzen. Die gibt es in unterschiedlichen höhen und breiten. Hab mit mehreren davon meine Halle ausgestattet. Man kann aus einem hohem auch einfach 2 kleine machen. Ich rate dir, beim hohem Ausbau, bei ca. 2/3 Höhe das Regal mit einem oder zwei 90° Winkel mit der Wand zuverbinden. Geht dabei nur um Standfestigkeit, falls man mal hängen bleibt. Ablagen sind wichtig in so eine Schrauberhöhle. Da kann man auch wunderbar die Kästen abstellen, wo das Werkzeug drin ist, was man nicht oft braucht. Dazu die ganzen Dosen und Tuben usw.... Stellt man das auf die Werkbank, sind sie im Weg oder fallen um etc.....

Ich würde an die Wand ein 40x40 Kantholz schrauben. Mindestens 3 Schrauben und 8er Dübel. Darauf dann die Platter festschrauben von oben. Für die Beine gleiches Kantholz. Da der Boden nicht in Waage sein wird, solche Versteller (https://m.media-amazon.com/images/I/818 ... L1500_.jpg) oder so ähnliches unten ans Bein. Oder einfach das Bein mit der Platte per Balkenschuh verbinden (würde ich sowieso an der Stelle machen), aber dann schon an der ausgerichteten Platte am Bein fixieren. Die Beine nicht an der Kante von der Platte schrauben, sondern so 15x15 cm vom Rand weg, sonst tritt man da ständig gegen.
Wichtig, der Balken an der Wand muss in waage sein und die Platte hinten an der Wand anliegen. Die Seitenwand ist egal. Ist da ein Luftspalt, einfach Reste vom Kantholz von oben auf die Platte schrauben. In das Kantholz kann man dann Löcher bohren, die dann die Bohrer aufnehmen. Man kann auf das Holz gleich die Größe schreiben, dann muß man nicht ständig auf dem abgewetzten Schafft des Bohrers rumraten. Egal wie krumm es aussieht, es ich nur entscheidend, das die Platte nicht schief hängt und alles darauf rumkullert.

Man könnte sich jetzt auch einfach eine Werkbank kaufen, aber das sind ja dann auch schon wieder einige hunderte Euro. Vorallen sind die Einfachen auch immer zu tief. Selber hab ich mir vor Jahren eine Schwerlastwerkbank gegönnt (so ähnlich: https://images.kkeu.de/is/image/BEG/Bet ... 4&hei=1024), aber für ~300€ im Toombaumarkt. Die Kleinen aus dem Baumarkt mit den Blechtüren usw. sind auch okay, aber halt so tief. Hab so eine auch und nutze sie um an höheren/größeren Teilen zuschrauben. Ich hab die mit einer dünnen Stahlplatte und Schraubstock versehen, dann kann man auf der auch schweißen.

Ich hab schon meine Hobbygarage damals eingerichtet und halt vor 15 Jahren meine Halle bezogen. Daher hab ich mir in beide Richtungen (wenig Platz/viel Platz) Gedanken machen dürfen.

Anbei 3 Bilder meiner damaligen Hobbygarage von vor 25 Jahren. :(
Das Holzgestell auf dem letzten Bild gehört zum Kran für Motor- und Getriebeausbauten. Es war wild und wir noch willig. Heute nix mehr ohne Bühne. :D
http://www.woo-mag.de/sonstiges/Bild%20045.jpg
http://www.woo-mag.de/sonstiges/Bild%20046.jpg
http://www.woo-mag.de/sonstiges/Bild%20047.jpg

Die Regal links und rechts nicht kaufen. Das sind sehr einfach und verbiegen sich mit der Zeit und sind ehr wacklig. Die Beschichtung blättert auch schnell ab.
Tschau Norman :hello:

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#16 Beitrag von blahwas »

Ich habe eine passende Arbeitsplatte gefunden (250x60), passend zugeschnitten (die Ecken hinten sind nicht 90°) und "montiert". Dank meiner innovativen Methode musste ich dazu nicht die alte Platte frei räumen. Hier im Vergleich.
PXL_20251223_174316407.jpg

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#17 Beitrag von blahwas »

Und damit nichts an der Seite runter fällt...
PXL_20251223_175125534.jpg
... gleich die Schnittreste recyclet. Alles nur vom feinsten! Platte war 30 €.

Uwe_MY
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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#18 Beitrag von Uwe_MY »

Moin Johannes,

Net böse sein, aber so‘n bisschen Pfusch ist das schon. Ne Arbeitsplatte auf nen kleinen Tisch legen und dann noch dieser Fallschutz mit offener Fläche nach oben verschrauben. :(

Falls Du die Arbeitsplatz nicht noch irgendwie gesichert hast kann Dir, wenn Du jetzt auf einer Seite was schweres auf die Arbeitsplatte legst, passieren, daß Dir das Dir die andere Seite hochkommt. Das muss Dir nicht um die Ohren fliegen, aber zumindest rutscht alles auf Deiner Arbeitsplatte rum.

Sollte es Feuchtigkeit in Deiner Garage geben, dann quillt Dein Fallschutz, der ausschaut wie gepresste Pappe mit Kunstofffurnier, auf und Du kannst zuschauen beim wegschmoddern.

Ich drück Dir die Daumen, daß dem nicht so ist!

Mein Tipp:

Hol Dir nach Weihnachten 4 Vierkanthölzer im Baumarkt (2 für die Seite, je eines für vorne und hinten) und lasse sie Dir auf die Länge zuschneiden. Das Vierkanztholz mit 8er Dübel in die Wände verschraubt und darauf legst Du ne richtige Holzplatte.

Wenn Du es noch stabiler haben möchtest, dann 4 Vierkanthölzer auf die Arbeitshöhe zuschneiden lassen und als Füße in jeder Ecke anbringen.

;)

Ich wünsch Dir schöne Weihnachten!

Uwe

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#19 Beitrag von blahwas »

blahwas hat geschrieben: 24. Dez 2025 00:04 Alles nur vom feinsten!
Ironie war Absicht ;) Das war eine Hau-ruck-Solo-Aktion zwischen Feierabend und Abendbesuch, erschwert dadurch dass ich keinen Strom in der Garage für die Säge habe. Schön ist anders, schön kommt später. Platte verschrauben oder festklemmen gehört auch dazu, ebenso Winkel an den Seitenwänden.

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Re: Licht in stromlose Garage einbauen

#20 Beitrag von blahwas »

Datenpunkt Batterieleistung: Heute waren noch 12,1 Volt in der Batterie, nach 6 Wochen Alltag. Wieviel es am Anfang war, weiß ich nicht. Die LEDs haben mutmaßlich Spannungsregler eingebaut und könnten die Batterie tiefentladen, da ist aufpassen angesagt...

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